Im Oktober lockern Sie die Beete oberflächlich und arbeiten zur Bodenverbesserung Kompost und Steinmehl ein. Vor der Winterruhe muss der Garten noch einmal gründlich von Unkräutern befreit werden. Nach Schnecken und ihren Eiern sollten Sie suchen.

 

Schneiden Sie die Seerosen zurück, fischen Sie aus dem Gartenteich täglich das Laub heraus oder bespannen Sie die Wasseroberfläche mit einem Netz. Das Wasser im Teich darf nicht durch die verrottenden Blätter zu nährstoffreich werden. Außerdem können sich Faulgase entwickeln und im nächsten Jahr droht eine Algenblüte.

 

Aus dem Rasen muss der Filz noch vor dem Winter herausgerecht werden, bei niedrigen pH-Werten und viel Moos im Rasen sollte auch gekalkt werden. Letztes Mal Rasenmähen - falls erforderlich - gegen Monatsende. Anfang Oktober kontrollieren Sie die Leimringe vor allem an den Obstbäumen, um die flugunfähigen Frostspannerweibchen daran zu hindern, zur Eiablage in die Wipfel der Bäume zu kriechen.

 

Einige Gemüsesorten wie Kohlrabi, Rote Beete, Sellerie, Bohnen, Möhren und Gurken müssen vor dem ersten Frost geerntet werden. Bei Freilandtomaten nimmt man möglichst ganze Zweige mit unreifen Früchten ab und lässt sie im Haus nachreifen. Endivien, Zuckerhut, Lauch, Rosen- und Grünkohl bleiben noch in den Beeten und werden nach und nach abgeerntet.

 

Blattgemüse wie Chinakohl, Endivien oder Feldsalat, die man später selbst im Winter noch ernten kann, deckt man vor dem ersten Frost mit einem schützenden Gemüsevlies ab. Auch Porree kann so ganz einfach mit einem Tunnel überziehen, dann kann man ihn länger ernten.

 

Halten Sie für Pflanzen, die jetzt im Freiland noch prächtig blühen, wie Astern und Chrysanthemen, auch für die letzten Tomaten Schutzhauben bereit, falls Nachtfrost angesagt ist. Achten Sie darauf, dass wintergrüne Stauden wie Gänsekresse und Hornkraut nicht vollständig unter einer Laubschicht verschwinden. Sie faulen unter der feuchten Decke leicht.

 

Schneiden Sie jetzt nicht alle verblühten Stauden zurück. Die Samenstände etwa von Purpursonnenhut, Fetthenne sind auch im Winter attraktiv. Auch vielen Insekten tun Sie einen Gefallen, wenn Sie mit dem Schnitt bis zum nächsten Frühjahr warten, denn die nutzen die hohlen Stängel als Winterquartier.



 

Manche Gartenbesitzer sind erst zufrieden, wenn im Herbst das letzte Laubblatt im Müllsack verstaut, die Beete exakt geharkt und absolut sauber sind. Klar, am Ende der Saison wird der Garten aufgeräumt, aber mit Maßen!

In der Natur gibt es - mit Ausnahme unfruchtbarer Wüsten - keine unbedeckten Flächen. Das sollte auch im Garten unser Motto sein. Das beste Abdeckmaterial für die Beete ist Laub. Es schützt die wertvolle Humusschicht und wird von Bodenlebewesen zu bestem Humus verarbeitet.

Laub ist auch ein guter Schutz vor Frost für die Pflanzen wie Fackellilien, Japananemonen und Pampasgras. Unter Bäumen und Sträuchern, im Staudenbeet kann Laub liegen bleiben. An einigen Stellen im Garten hat es allerdings nichts zu suchen: im Rosenbeet, Teich, im Steingarten, auf dem Rasen und den Wegen.

Laub zersetzt sich schnell, vor allem wenn es mit Kompost, Mist oder organischem Dünger angereichert wird. Lediglich das Laub von Eiche, Walnuss, Pappel und Platane sollte ausgesondert und kompostiert werden. Es verrottet langsam. Eichenlaub enthält viel Gerbsäure, die lediglich in sauren Böden etwa von Rhododendren und Azaleen vertragen wird.



 

Im Oktober gibt es reichlich Nachschub für den Kompost. Damit die Kompostierung gut gelingt, sollte man die Abfälle richtig schichten. Grobe Pflanzenreste und Laub sollten zuvor gehäckselt werden. Dann bildet man immer abwechselnd eine 10 cm dicke Schicht aus nassen Abfällen z.B.(Obst, Küchenabfälle, Rasenschnittgut) und eine ebenso dicke Schicke aus trockenen Abfällen (gehäckseltes Laub, Äste, Staudenschnittgut). Zu dicke Schichten aus nassen Abfällen faulen und stinken entsprechend. Zu dicke trockenen Schichte verrotten zu langsam.



 

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