Draußen ist es kalt, frostig oder nass. In der Zeit von Eis und Schnee werden mehr Strukturen als sonst sichtbar, vor allem wenn der Raureif sie fein nachzeichnet: die mit Eisblumen geschmückten Ränder der Blätter, die Spitzen feingliedriger Samenstände, bizarr geformte Äste, Formgehölze, die Beeteinfassung aus Buchsbaum. Sie alle wirken wie kunstvolle grafische Ornamente. Solche stimmungsvollen Augenblicke entschädigen für manche trübe Tage, aber zumeist ist es im Garten um diese Jahreszeit richtig ungemütlich.

In unserem Kopf dagegen blühen jetzt schon die schönsten Blüten, ehrgeizige Pläne, wie unser Garten in diesem Jahr zu ganz großer Form auflaufen soll. Was kann ein Gartenfan jetzt machen, während er ungeduldig auf das Frühjahr wartet?



 

In der ruhigen Winterzeit bietet es sich an, die nächste Gartensaison intensiv zu planen: wie soll mein Traumgarten 2018 aussehen? Neue Pflanzen, farbenprächtige Beete, eine größere Terrasse, ein Teich, ein Wasserspiel? Was muss entfernt werden, was lässt sich umgestalten? Wer jetzt mit offenen Augen durch den Garten geht, sieht die Schwachstellen in der Bepflanzung. Er bekommt auch wichtige Hinweise über das Kleinklima in seinem Garten. Wo z. B. an Wind geschützten Stellen der Schnee zuerst wegtaut, dort ist ein guter Platz für Frost empfindliche Gewächse.

Jetzt ist auch der richtige Termin, einen Anbauplan für den Gemüsegarten zu erstellen. Denken Sie dabei daran, dass Gemüse - Mischkulturen den Boden schonen, Schädlinge abwehren und den Ertrag steigern. Vielleicht finden Sie Zeit, um über den Nährstoffkreislauf in Ihrem Garten nachzudenken. Die ständige Erneuerung der Nährstoffe sollte gezielt durch überwiegend organische Düngung, Kräftigung der Pflanzen vor allem im Wurzelbereich und Aktivierung der Bodenlebewesen erreicht werden.

Man kann jetzt auch vorausschauend der Natur etwas ins Handwerk pfuschen, indem man z. B. an frostigen Tagen den Wurzelbereich der Tulpen- Magnolie dick mit Mulch bedeckt. Der Boden taut dann nur langsam auf, der Austrieb wird herausgezögert und die Chancen steigen, dass die Blütenpracht von Spätfrösten nicht zerstört wird.





 

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